Google 1.6 HTML Module (2)

Weise Worte:

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Im Angesicht der Vielfalt Deiner Schöpfung verliert der Geist, der sie zu erfassen sucht, den Halt.
Ein Maler ohne Hände schuf ein Bild ohne Farben auf der Leinwand der absoluten Leere.
Es kann weder abgewaschen werden, noch fällt die Leinwand dem Zerfall anheim.
Leid entsteht, wenn wir auf diesen Körper schauen. Denn in diesem Trugbild haust ein gefrässiges Krokodil. Sein Maul ist nicht wirklich, und doch verschlingt es all jene, die in dem Wasser dieser Illusion ihren Durst zu stillen versuchen.
Einige denken, diese Welt sei wirklich, andere nicht, und wieder andere meinen, sie sei beides.
Tulsidas sagt: Der das wahre Selbst gefunden hat, lässt diese drei Irrtümer hinter sich.

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Tulsidas


Yogananda

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Liebes Zwerchfell:

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Essbesteck
Der Yogi stirbt und will sich in der jenseitigen Welt erst einmal umschauen.

Zuerst schaut er in die Hölle: Dort sitzen die Leute an einer riesigen Festtafel.
Vor sich die köstlichsten Gerichte - aber sie leiden Hunger, denn die Gabeln
sind so unendlich lang, dass sie sie nicht an den Mund führen können.

Dann kommt er in den Himmel: Dort sieht es genauso aus:
Die Leute sitzen beim Essen, vor sich die köstlichsten Gerichte
- aber auch hier riesige Gabeln.

„Herr, was ist los. Hier ist es ja genauso wie in der Hölle!
Ich dachte im Himmel gibt es kein Leiden.“

„Schau genauer hin, mein Sohn.
In der Hölle schaut jeder nur für sich selbst.
Im Himmel füttern sich die Menschen gegenseitig.“

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12 Am nächsten Tag

Und dann stieß sie Worte aus, die so unwürdig waren, daß ich betäubt und zerbrochen dasaß, kaum verstehend, was sie sagte. Und meine Ohren waren gefüllt vom Schmutz ihres unanständigen Geschreis und ich war vom Schmerz überflutet. Aber zum Schluß riß meine Geduld wie ein straffer Strick und ich sprang auf meine Füße, vor Entsetzen zitternd, lief auf sie zu und schlug meine Hand vor ihren schäumenden Mund.
»Hör auf! Hör auf!« schrie ich wild. »Hör auf. Sage niemals etwas gegen Radhika - Radhika, deren Name zu äußern Deine Lippen nicht geschaffen sind. Beschimpfe mich wie Du willst, aber Radha - ah -! Laß Radha in Frieden!« Sie kämpfte wie ein wildes Tier, um sich zu befreien, und, als sie es nicht konnte - da eine unbesiegbare Stärke, geboren aus wunderbarer Verzücktheit mich erfüllte, - biß sie in meine Hand fast bis auf den Knochen. Und doch fühlte ich es kaum, so sehr war ich emporgehoben durch meinen
Zorn.
Wie lange wir gekämpft hätten, weiß ich nicht, denn die tiefe Musik der Stimme meines Naths drang in meine Ohren und meine Wut verschwand und mein stürmendes Herz wurde ruhig. Ich zog meine Handvon meiner Nanands Lippen und als ich sah, daß das Blut tropfte, hielt ich sie hinter mich, entschlossen nichts zu sagen. Aber sie, diese wilde Katze, hatte noch nicht genug gekämpft. »Schau her!« rief sie verachtungsvoll. »Sieh Dein geliebtes Weib, das Dich betrogen und verraten hat und mich angegriffen hat, als ich sie um Begründung bat.« »Wie das? Sharmila! Was soll das heißen?« fragte mein Ehemann und ein Vorwurf schlich sich in die Zärte seiner Stimme ein.
Ich ließ meinen Kopf hängen und konnte kein Wort sagen. »Was soll das heißen? Was kann es heißen, als daß die Schlange, die in Gokul lauert und unwürdige Betrüger aus ehrwürdigen Frauen macht, auch sie gebissen hat! »Krishna!« »Krishna!« »Krishna!« Sie spuckte diese Worte aus. »Keinen anderen Gedanken hat sie als den an Krishna. Es ist »Krishna«, den sie liebt, »Krishna«, den sie sucht, »Krishna«, der ihre Tage füllt und ihre Träume verfolgt! Ja! Und Du, mein ehrwürdiger Bruder, Du bist wie ein Nichts! Ich wünsch Dir Freude an Deinem Weib!«
Nachdem sie so sprach, faßte sie mich an meinem Handgelenk, und bevor ich etwas erwidern konnte, zog sie mich hinter sich her in die Hütte. Ich wand mich verzweifelt meinem Herrn zu, der ernst und sorgenvoll dastand, die Arme über seiner stillen Brust gekreuzt und streckte meine Hand ihm entgegen. Diese Geste, so flehentlich, so hilflos, so voller Bitte und meine Lippen so machtlos es zu äußern, fesselten seine Augen und mit einem plötzlichen Sprung war er bei mir, mit seinen glühenden Augen die meinigen um Erklärung anflehend. Da hätte ich gesprochen, aber als meine Lippen sich öffneten, um die Worte zu bilden, die aus ihnen herausstürzten, kreischte meine Nanand mich am Arm zerrend: »Sei still, oh Du Magd der Mutter des Teufels! Oder ich werde Deinen Arm aus seinem Gelenk reißen. Geh Bruder!« befahl sie. »Und gib Dich nicht mit den Frauengeschichten ab. Sie hat mich beschimpft und angegriffen und ich will meine Rache haben!«
»Aber -« begann mein Herr hitzig und tat als ob er mich von ihr nehmen wollte. »Weg!« kreischte sie voller Wut. »Wagst Du es mir in den Weg zu kommen? Noch ein Wort und Dein Weib wird es Dir ewig vorwerfen, so wahr mein Name Malati ist! Sie soll leiden. Ja! Sie soll eingeschlossen sein und hungern. Ein leerer Magen bringt Weisheit. Geh mir aus dem Weg!« Und mit diesen Worten zog sie mich hinter sich her in die Hütte, schleuderte mich in diese Ecke, befahl mir keinen Laut von mir zu geben, noch mich zu bewegen, all das unter der Drohung von unerhörten Strafen.
So sitze ich hier, an Dich denkend, meine Mutter! Sie sagen, daß ich nicht zum Ghat gehen soll, noch die Sakhis treffen soll, noch zu irgendjemandem sprechen soll, noch nicht einmal zu meinem Herrn. Er wehrte sich dagegen, aber Malati schlug sich an die Brust und zog an ihrem Haar und Schwur zu Vishnu, daß sie sich selbst in die Jamuna wirft, wenn er mich ansehen würde, bevor ich sorgfältig gezüchtigt wäre. Um seiner Mutter einen Gefallen zu tun und um des lieben Friedens willen, willigte er ein, aber, Vishnu sei gelobt! er willigte
widerwillig ein.
Das allein hat die Kraft mich jetzt zu trösten. Nun, auch dies wird vorübergehen. Gib mir Geduld, Shri Radha.

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