33. Am nächsten Morgen
Gokul erschallt voller Freude und der Himmel ist strahlend und mein Herz singt mit den Vögeln, denn mein Herr kam heute morgen sicher mit Krishna zurück. Die Sterne funkelten noch am Himmel und die Stille der verschwindenden Nacht war noch über der Welt, als es an der Tür klopfte und oh, als die Tür sich öffnete, stand mein Herr dort in der Schwelle, sich gegen einen blendenden blauen Schein hervorhebend, der die Nacht in den Tag verwandelte. Und als ich mich auf ihn zu bewegte, hielt er mich mit einer Bewegung seiner Hand zurück und seine Stimme erklang durch die Hütte.»Pitaji! Malati! und oh, meine Schwestern, kommt, verehrt Ihn, der mich von den Spionen des Königs heute Nacht befreit hat!« »Wo, wo ist Er, Dein Befreier? Bringe ihn herein, daß wir ihn verehren können!« riefen alle und liefen an die Tür. »Mein Herr«, sagte mein Nath, sich dem Unsichtbaren zuwenden und sprechend, »willst Du diese arme Hütte beehren?« »Nein, ich trete nicht ein, wo ich nicht gewünscht bin«, sagte eine wunderbare Stimme. Und es schien als ob die Hütte mit einer Melodie von goldenen Glocken erfüllt war und ein wunderbarer Duft stahl sich in unsere Sinne und wir wurden stumm.
»Komm, komm, oh Retter meines Sohnes, wer immer Du bist!« rief dann Pitaji aus, mit einer zitternden Stimme. Und Mataji und meine beiden Schwägerinnen riefen auch: »Ja, komm!« Und dann schien es, als ob die Sonne dort in unserer armen Hütte aufging und die ganze Welt erleuchtet war und wir sanken auf unsere Knie und bedeckten unsere geblendeten Augen. Und dieselbe goldene Stimme sagte:
»Nein, seht Mich an, oh Meine Menschen und fürchtet Krishna nicht.« »Krishna!« rief die Mutter meines Herrn voller Erstaunen und tat so, als ob sie sich auf ihre Füße erheben wollte. »Ja, Krishna!« sagte mein Herr mit einer klingenden Stimme, voller Liebe und Frohlocken. »Krishna, der mir und meinen Fängern an der anderen Seite der Jamuna auflauerte und, ich weiß nicht wie, wie stumm und bewegungslos schlug, indem er ihnen als ein wütender Tiger erschien und sie nach rechts und links zerstreute und sie vor Furcht erstarren ließ, als ihre Schwerter Seinen Körper durchstießen und es so schien, als ob sie nur durch die Luft strichen! Ja, dies ist Krishna, meines Herzens Herr! Heil Janardana! Dich allein bete ich an! Dich allein liebe ich! Dir allein will ich dienen!« Und mit diesen Worten warf er sich vor jenem strahlenden Körper auf seine Knie und berührte Seine Füße mit seiner Stirn und küßte sie demütig. Dann erhoben sich Pitaji und Mataji und meine Schwester Pushpavati auch von ihren Knien und näherten sich zitternd Murari, sich vor Ihmniederwerfend. Und so tat es auch, nach einem kurzen Augenblick, Malati.
Und als Er Seine scheinende Hand erhob, um sie zu segnen, wurde die Welt mit Musik erfüllt und fröhliche Stimmen, unsichtbar, und doch schienen sie innerhalb der Hütte zu sein und auch in all den Wäldern drumherum, sangen in himmlischer Harmonie diesen Gesang um Ihn zu preisen; und als sie sangen, liefen die Gopis von allen Seiten herbei und vor Seiner Ausstrahlung stehenbleibend, fielen sie in den Kehrreim mit ein.
»Heil Murari! Heil oh Du Freude der drei Welten!
Jaya, Jaya Krishna!«
»Heil Murari! Heil oh Du Freude der drei Welten!
Jaya, Jaya Krishna!«
»Einige ziehst Du zu Dir durch Deine strahlende Liebe und Einige durch die Göttliche Musik Deiner Flöte! Einige gewinnst Du durch Gottähnliche List und Einige unterwirfst Du durch Zorn! Einige besiegst Du im Kampf und Einige bezauberst Du durch Deine magische Stimme! Aber unter allen Deinen Waffen ist keine so stark wie die Liebe, oh Janardana! Keine ist so stark wie die Liebe!
Heil, Murari! Heil, oh Du Freude der drei Welten! Jaya, Jaya Krishna! Jaya Krishna! Jaya, Jaya Krishna!«
Und auch wir erhoben unsere Stimmen und sangen fröhlich, unsere Herzen voller Liebe bebend: »Jaya Krishna! Jaya, Jaya Krishna!«
Und auch wir erhoben unsere Stimmen und sangen fröhlich, unsere Herzen voller Liebe bebend: »Jaya Krishna! Jaya, Jaya Krishna!«
OM SHANTI! SHANTI! SHANTI!
