01.2 Wie es geschah
Vor einiger Zeit, im Jahre 1924 (ich erinnere mich weder an den Monat noch an den Tag), fühlte ich plötzlich einen ungeheuren, unwiderstehlichen Drang zu schreiben. Aber WAS zu schreiben? Das wußte ich nicht. Ich fühlte nur, daß es etwas über Shri Krishna sein müßte. Aber was konnte ich über Shri Krishna schreiben? Ich hatte nichts über Ihn gelesen; ich wußte nichts von Ihm, außer das, was die gesungenen Bhajans mir beigebracht hatten. Seit meiner Kindheit übte der Name »Krishna« eine seltsame Faszination auf mich aus, und meine eigenen instinktiven Interpretationen der Bhajans, die ich sang, schafften mir eine Person, die ich tief liebte und verehrte. Aber - über Ihn zu schreiben? Das war undenkbar! Und doch, dieser Drang war da, und was würde ich damit tun? Ich saß an meinem Schreibtisch mit Kanzleipapierblättern und schwebendem Füllfederhalter, und dann ergoß sich die Geschichte der Sharmila aus seiner Spitze fast schneller als die Tinte fließen konnte. Drei Tage lang war ich buchstäblich davon eingenommen. Und so
offenbarte sich mir das Herz einer Gopi, zu meiner eigenen Verwunderung und meinem entzückten Erstaunen - entzückt, weil die Offenbarung dieses Herzens die Offenbarung Krishnas mit sich brachte. Die Idee es zu veröffentlichen kam mir niemals. Für mich war diese Geschichte etwas Seltsames, etwas, das ich nicht geschrieben hatte und doch, das niemand anderes als ich schrieb. Wenn ich hier die Wahrheit sage, so muß ich riskieren, daß die »Rationalisten« entweder über mich lächeln oder die Nase rümpfen, denn die Wahrheit ist, daß diese Geschichte nicht von mir ist, außer, daß sie von meiner Hand geschrieben wurde. Während der drei Tage, die ich brauchte um sie niederzuschreiben, hatte ich ein deutliches Gefühl, von einer Kraft von AUSSEN besessen zu sein und gezwungen zu werden, zu schreiben, sogar wenn dies im Gegensatz zu mir selbst stand. Ich kann dies nicht näher erklären. Ich kann es nur so sagen, wie ich es erfahren habe. Dieses seltsame Gefühl wurde durch die Tatsache intensiver, daß in der Geschichte Dinge vorkamen, die ich nicht verstand - denen ich mich zu der Zeit nur vage nähern konnte. Ich wußte nicht, welchen Namen ich der Geschichte geben sollte, so nannte ich es: »Fragment eines Tagebuches einer Gopi.« Schritt für Schritt jedoch verstand ich, daß dies kein Tagebuch ist, sondern die Offenbarung Gottes Weges zu einer Seele, die reif für spirituelles Erwachen ist. Es beginnt mit dem Hören des Namens, gefolgt von einer Neugierigkeit, die sich sehr schnell in Anziehung vertieft. Dann kommt das Zusammentreffen mit einer wirklichen Bhakta (siehe Radha Darshan) und dann ein schrittweises und immer tiefer werdendes Gefühl Seiner Gegenwart, ein intensiver Wunsch direkt mit Ihm in Verbindung zu treten. Woraufhin die Seele sich in eine Gopi verwandelt, Ihn sieht und dann für immer in Brindaban lebt, nahe zu Seinen Füßen. Und so, nachdem ich dies verstanden hatte, nenn` ich jetzt dies kleine Buch »Das Herz einer Gopi«. Die Veröffentlichung dieser Geschichte verdanke ich der Freundlichkeit von Shri Kaka Saheb Kalekar, dem ich hiermit mit größter Dankbarkeit für all die Arbeit, die er damit hatte, meine Ehre ausspreche. Camp, Baroda, 3-2-36 Raihana Tyabji Diesen dritten Druck des Herzens einer Gopi verdanke ich der Freundlichkeit meiner sehr guten Freunde Shri V. L. Sastri, Shri A. V. Raman (von der Backward Classes Commission) und Shri Mangha Gidwani. Meinen herzlichen Dank. 1-12-53
offenbarte sich mir das Herz einer Gopi, zu meiner eigenen Verwunderung und meinem entzückten Erstaunen - entzückt, weil die Offenbarung dieses Herzens die Offenbarung Krishnas mit sich brachte. Die Idee es zu veröffentlichen kam mir niemals. Für mich war diese Geschichte etwas Seltsames, etwas, das ich nicht geschrieben hatte und doch, das niemand anderes als ich schrieb. Wenn ich hier die Wahrheit sage, so muß ich riskieren, daß die »Rationalisten« entweder über mich lächeln oder die Nase rümpfen, denn die Wahrheit ist, daß diese Geschichte nicht von mir ist, außer, daß sie von meiner Hand geschrieben wurde. Während der drei Tage, die ich brauchte um sie niederzuschreiben, hatte ich ein deutliches Gefühl, von einer Kraft von AUSSEN besessen zu sein und gezwungen zu werden, zu schreiben, sogar wenn dies im Gegensatz zu mir selbst stand. Ich kann dies nicht näher erklären. Ich kann es nur so sagen, wie ich es erfahren habe. Dieses seltsame Gefühl wurde durch die Tatsache intensiver, daß in der Geschichte Dinge vorkamen, die ich nicht verstand - denen ich mich zu der Zeit nur vage nähern konnte. Ich wußte nicht, welchen Namen ich der Geschichte geben sollte, so nannte ich es: »Fragment eines Tagebuches einer Gopi.« Schritt für Schritt jedoch verstand ich, daß dies kein Tagebuch ist, sondern die Offenbarung Gottes Weges zu einer Seele, die reif für spirituelles Erwachen ist. Es beginnt mit dem Hören des Namens, gefolgt von einer Neugierigkeit, die sich sehr schnell in Anziehung vertieft. Dann kommt das Zusammentreffen mit einer wirklichen Bhakta (siehe Radha Darshan) und dann ein schrittweises und immer tiefer werdendes Gefühl Seiner Gegenwart, ein intensiver Wunsch direkt mit Ihm in Verbindung zu treten. Woraufhin die Seele sich in eine Gopi verwandelt, Ihn sieht und dann für immer in Brindaban lebt, nahe zu Seinen Füßen. Und so, nachdem ich dies verstanden hatte, nenn` ich jetzt dies kleine Buch »Das Herz einer Gopi«. Die Veröffentlichung dieser Geschichte verdanke ich der Freundlichkeit von Shri Kaka Saheb Kalekar, dem ich hiermit mit größter Dankbarkeit für all die Arbeit, die er damit hatte, meine Ehre ausspreche. Camp, Baroda, 3-2-36 Raihana Tyabji Diesen dritten Druck des Herzens einer Gopi verdanke ich der Freundlichkeit meiner sehr guten Freunde Shri V. L. Sastri, Shri A. V. Raman (von der Backward Classes Commission) und Shri Mangha Gidwani. Meinen herzlichen Dank. 1-12-53 Raihana Tyabji
