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Weise Worte:

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Wäre nicht Gott in allen Dingen,
die Natur wirkte oder begehrte in keinem Dinge etwas;
denn es sei dir lieb oder leid, magst du es wissen oder nicht:

Die Natur in ihrem Innigsten sucht und meint Gott.
Nie würde ein Mensch, der Durst hat,
so sehr nach etwas zu trinken begehren,
wenn nicht etwas von Gott darin wäre.

Die Natur meinte weder Essen noch Trinken, noch Kleider,
noch Bequemlichkeit, noch sonst etwas, wenn nicht Gott darin wäre,
und sie jagt und bohrt immer mehr danach,
Gott darin zu finden.

"

Meister Eckart


Yogananda

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Arjuna

krishnaDer Herr bietet mit einem Mal einen ganz unglaublichen Anblick dar: Tausende von Gesichtszügen, unzählige Münder und Augen, Kleider, die mit Ornamenten von nie zuvor gesehener Schönheit verziert sind. Er hält viele Waffen hoch, als Symbole seiner unbegrenzten Kräfte, zeigt sich in himmlische Gewänder, in Blumengirlanden gekleidet - ich kann sogar seine himmlischen Düfte riechen. Er scheint in alle Richtungen zu blicken!
Man kann unmöglich mit irdischen Worten das blendende Licht schildern, das von ihm ausstrahlt es ist, als ob tausend Sonnen plötzlich am Himmel aufloderten; selbst dies wird der Pracht und dem Glanz seiner Aura nur unzulänglich gerecht.

Und so geht Sanjayas Bericht weiter:
Arjuna sieht nun, innerhalb von Krishnas kosmischem Leib, das ganze Universum mit all seinen zahllosen Formen. Planeten, fernen Sternen, Lebewesen, mannigfaltigen Tierscharen, dem riesigen Pflanzenreich: allesamt jeweils Ausdruck desselben Bewusstseins, das in dem Göttlichen wohnt. Auch die Himmelswelten kann Arjuna sehen; all die innen und aussen befindlichen Regionen sind zugleich innerhalb dieses Anblicks, den der Höchste darbietet, vereint. Allesamt sind sie in dem einen Wesen, dem Gott der Götter, enthalten.

Arjuna keucht: »Es ist Ehrfurcht gebietend, Krishna! Ich neige den Kopf vor dir in Verehrung. Mir versagt fast die Stimme. Ich ... ich sehe Dinge, die ich nie gesehen oder erfahren oder mir auch nur vorgestellt habe. Ich sehe all die vielfältigen Gruppierungen der kleineren Gottheiten und der Tiere, von denen Du zuvor gesprochen hast. Ich erblicke all die Seher und Heiligen und Himmelsschlangen - all diese Geschöpfe sind in dir entbalten!

Aber ich kann nicht bis zu den weit entfernten Randbereichen von dir sehen, Krishna. Ich kann an deiner kosmischen Gottgestalt keinerlei Beschränkungen, keinerlei Grenzen oder Abgrenzungspunkte erkennen. Ich sehe zahllose Augen und Arme, Münder und Bäuche, stelle aber an alledem weder ein Ende noch einen Anfang fest. Es ist einfach da, ohne irgendwelche räumlichen, zeitlichen oder vorstellungsmässigen Einschränkungen.

Ich nehme Kronen wahr und all die Werkzeuge und Symbole deiner Herrschaft über die Welten. Die dich umgebende Leuchtkraft ist so hell, dass sie sogar diese göttlichen Augen strapaziert, die du mir zum Schauen gabst.

Aus all diesem kann ich nur folgern, dass du tatsächlich das unvergängliche höchste Wesen bist, das Einzige, dass es zu kennen gilt. Du bist die höchste Zuflucht für alle, der Hüter und die Stütze für das Universum. Du bist die eigentliche Grundlage für das Funktionieren des Universums, das, was man den ewigen Dharma nennt. Du bist der ewige kosmische Geist (Purusha). Ich bin nun von diesen Wahrheiten überzeugt, o geliebter Krishna.

Und ich schaue dich als frei von Geburt und Tod, mit völliger, absoluter Kraft und Stärke begabt, wie wenn du eine Million Arme besässest. Dein Mund ist das Feuer, das das Universum erwärmt, und dein strahlender Glanz erhellt es, als ob die Sonne und der Mond deine Augen wären.


Deine unermessliche, grenzenlose Gegenwart erfüllt den gesamten Raum zwischen Himmel und Erde und erstreckt sich weit über all dies hinaus. Du bist alldurchdringend! Ich sehe auch Wildheit und Schrecken in dir, Krishna, und ich schaue zu, wie die Wesen in allen drei Welten erzittern.

Gottheiten wirbeln in Schwärmen um dich her und gehen in dein Sein ein. Manche sind von Scheu ergriffen und rühmen ehrfürchtig das an dir zu Preisende. Legionen anderer Himmelswesen singen begeisterte Hymnen zum Lobpreis deiner Ehrfurcht gebietenden Läuterungskräfte. Selbst diese hohen Wesen starren voller Staunen deine glühenden Augen an, ausser Stande, deine allumfassende Gestalt in ihrer Gesamtheit abzuschätzen.

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Viele Grüsse an das Zwerchfell:

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Taufe
Ein gläubiger Jude kommt zum Rabbi und klagt ihm sein Leid:

"Rabbi", sagt er, "grosse Schande, was soll ich machen?
Hab ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn, einen guten Sohn,
einen frommen Sohn. Hab ich gemacht für ihn ein scheenes Testament.
Und nü hat mein Sohn sich taifen (taufen!) lassen!"

"Awai", sagt der Rabbi, "das hab ich auch erlebt:
Hab' auch ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn, einen guten Sohn,
einen frommen Sohn. War auch für ihn schon gemacht ein scheenes Testament.
Und stell dir vor, er, der Sohn des Rabbi, hat sich ebenfalls taifen lassen!"
"Gewalt geschrieen, Rabbi, und was hast du gemacht in der Not?"

"Nu - hab ich mich gewandt an G'tt den Herrn Jahwe um Rat."
"Und G'tt, was hat er gesagt?"

"'Rabbi', hat er gesagt. 'Hab auch ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn,
einen guten Sohn, einen frommen Sohn.
Hab auch schon gemacht ein Testament,
aber . . . auch mein Sohn hat sich taifen lassen.' -

'Und G'tt, Du gerechter: Was hast du dann gemacht?' - 'Na, was hab ich gemacht? . . .
Neiches Testament hab ich gemacht!'"

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