Mikhael Aivanhov

Aber trotzdem hatte er in dieser Zeit, mit 16 Jahren, schon wunderbare, mystische Erlebnisse. Er erzählte später: "Ich fühlte … ein Feuer in mir brennen und weinte vor Entzücken, war in Ekstase. Da ich aber in den Büchern nichts darüber gelesen hatte, verstand ich nicht, was es war. Nach einer Reihe beharrlicher Übungen und geistiger Arbeiten war das Feuer entfacht und loderte in mir."
In einem Vortrag aus dem Jahre 1968 erzählte er: "Ich begriff nicht, was vorging. Aber von da an ereigneten sich seltsame, unglaubliche Dinge. Damals geschah es, dass ich die Sphärenmusik vernahm… Erst viel später wurde mir klar, dass jenes Feuer ein Lichtfunke des Äthers, ein Hauch des Pranas, des komischen Geistes war."
In einem weiteren Vortrag, den er 1970 hielt, ging er noch näher darauf ein: "Ich wurde aus meinem Körper herausgehoben und bekam die Sphärenmusik zu hören. Niemals sonst habe ich derartige Empfindungen erlebt, von einer solchen Fülle, einer solchen Intensität. Es gibt nichts Vergleichbares. Das war so unbeschreiblich, beinahe unerträglich, so überwältigend war dieses Gefühl von Erweiterung, von Ausdehnung im Raum. So schön, so göttlich, dass ich es mit der Angst zu tun bekam. Ja, ich bekam Angst vor dieser Pracht, denn ich fühlte, dass mein ganzes Sein derart weit wurde, dass ich Gefahr lief, mich aufzulösen und im unendlichen Raum aufzugehen. Da habe ich den Zustand dieser Ekstase abgebrochen und bin zur Erde zurückgekehrt. Jetzt bedauere ich das. Doch habe ich immerhin einige Augenblicke lang erlebt, gesehen und gehört, wie das gesamte Universum schwingt…
Die Sphärenharmonie, die ich gehört habe, war für mich die Krönung all meiner Forschungen, all meiner Arbeit und all meiner ausserkörperlichen Erfahrungen. Und seither gilt für mich dies als ein Massstab, ein Muster, ein Modell, als Anhaltspunkt zum rechten Verstehen und Einordnen aller Dinge."


