Google 1.6 HTML Module (2)

Weise Worte:

"

Der Wind von Gottes Gnade bläst unaufhörlich. Doch der faule Schiffer auf der See des Lebens nutzt ihn nicht. Nur der Starke hält die Segel seines Geistes bereit, um diesen günstigen Wind aufzufangen und so schnell an sein Ziel zu gelangen.

"

Ramakrishna


Yogananda

Google2 HTML

Yogananda

»Dein Herzenswunsch soll erfüllt werden!« Sri Yukteswar sprach selten in Rätseln, und so wusste ich nicht, wie ich seine Worte verstehen sollte. Da schlug er mir oberhalb des Herzens sanft auf die Brust.

Sogleich stand ich wie festgewurzelt da. Der Atem wurde mir, wie von einem gewaltigen Magneten, aus der Lunge gesogen. Geist und Seele sprengten augenblicklich ihre irdischen Fesseln und strömten gleich einer blendenden Lichtflut aus jeder Pore meines Körpers. Das Fleisch fühlte sich wie abgestorben an, und dennoch war ich im Besitz intensiver Wahrnehmungskraft und wusste, dass ich nie so lebendig gewesen war. Mein Ichbewusstsein beschränkte sich nicht mehr auf den Körper, sondern umfasste alle mich umgebenden Atome.

Menschen aus fernen Strassen tauchten plötzlich in meinem Blickfeld auf, das sich ins Unermessliche erstreckte. Die Wurzeln der Pflanzen und Bäume schimmerten durch den transparent gewordenen Boden hindurch, und ich konnte den inneren Saftstrom erkennen.
Die ganze nähere Umgebung lag unverhüllt vor mir da. Meine gewöhnliche Sicht erweiterte sich zur unermesslichen sphärischen Sicht, so dass ich alles gleichzeitig wahrnehmen konnte.

Durch meinen Hinterkopf sah ich einige Menschen bis zum Ende der RaiGhat-Gasse hinuntergehen und bemerkte u.a. eine weisse Kuh, die sich gemächlich unserem Hause näherte. Als sie das offene Tor des Ashrams erreicht hatte, sah ich sie mit meinen physischen Augen. Auch als sie hinter der Ziegelmauer des Hofes verschwand, konnte ich sie immer noch genau erkennen.

Alle Gegenstände innerhalb meines panoramischen Blickfeldes zitterten und vibrierten wie Filmbilder. Mein Körper, der Körper des Meisters, der von Säulen umstandene Hof, die Möbel und der Fussboden, die Bäume und der Sonnenschein begannen sich zeitweise heftig zu bewegen, bis sie sich alle in einem leuchtenden Meer auflösten - ähnlich wie Zuckerkristalle in einem Glas Wasser zergehen wenn es geschüttelt wird. Das vereinigende Licht und die sich materialisierenden Formen wechselten ständig miteinander ab - eine Metamorphose, die mir das im Universum herrschende Gesetz von Ursache und Wirkung vor Augen führte.

Eine überwältigende Freude ergoss sich über die stillen, endlosen Ufer meiner Seele. Ich erkannte, dass der göttliche Geist unerschöpfliche Glückseligkeit ist und dass Sein Körper aus zahllosen Lichtgeweben besteht. Die sich in meinem Inneren ausbreitende Seligkeit begann Städte, Kontinente, die Erde, Sonnen- und Sternsysteme, ätherische Urnebel und schwebende Universen zu umfassen. Der ganze Kosmos flimmerte wie eine ferne, nächtliche Stadt in der Unendlichkeit meines eigenen Selbst. Das blendende Licht jenseits der scharf gezeichneten Horizontlinie verblasste leicht an den äusseren Rändern und wurde dort zu einem gleichbleibenden, milden Glanz von unsagbarer Feinheit. Die Bilder der Planeten dagegen wurden von einem gröberen Licht gebildet.


Die göttlichen Strahlen flossen aus einem ewigen Quell nach allen Richtungen und bildeten Milchstrassensysteme, die von einem unbeschreiblichen Glanz verklärt wurden. Immer wieder sah ich, wie sich die schöpferischen Strahlen zu Konstellationen verdichteten und sich dann in ein transparentes Flammenmeer auflösten. In rhythmischem Wechsel gingen abermillionen Welten in diesem durchsichtigen Glanz auf, wurde das Feuer wieder zum Firmament.

Ich fühlte, dass das Zentrum dieses Lichthimmels in meinem eigenen Herzen lag - dass es der Kern meiner intuitiven Wahrnehmung war. Strahlender Glanz ergoss sich aus diesem inneren Kern in jeden Teil des Universums. Segensreicher Amrita, der Nektar der Unsterblichkeit, pulsierte gleich einer quecksilbrigen Flüssigkeit in mir. Ich hörte das Schöpferwort OM, den Laut des vibrierenden Kosmischen »Motors«.

Plötzlich kehrte der Atem in meine Lunge zurück. Mit fast unerträglicher Enttäuschung fühlte ich, dass ich meine Unermesslichkeit verloren hatte. Wiederum sah ich mich in einem elenden, körperlichen Käfig eingesperrt, der sich nur schwer zum GEIST heraufzuschwingen vermag. Gleich einem verlorenen Sohn war ich aus meiner makrokosmischen Heimat fortgelaufen und hatte mich im beengenden Mikrokosmos eingeschlossen.


Mein Guru stand unbeweglich vor mir. Ich wollte ihm aus Dankbarkeit für das Erlebnis des kosmischen Bewusstseins, das ich seit langem leidenschaftlich herbeigesehnt hatte, zu Füssen fallen. Er aber fing mich auf und sagte ruhig: Lass dich nicht zu sehr von der Ekstase trunken machen. Für dich gibt es noch viel Arbeit in dieser Welt.

Komm, wir wollen den Balkon fegen und dann zum Ganges hinuntergehen.«

 

Paramhansa Yogananda

zum Buch >>>

Autobiographie eines Yogi
Paramhansa Yogananda

Verlegt durch: Self-Realisation Fellowship


Banner Klostershop Maria Laach 728x90

Wer ist online?

Aktuell sind 7 Gäste und keine Mitglieder online

Yogananda bei Amazon-Partner

Login

Phoca - Google AdSense Easy

Viele Grüsse an das Zwerchfell:

"

Lift
Der Papst und Clinton sterben am selben Tag - genau in der selben Sekunde.

Es passiert ein Fehler: Clinton kommt in den Himmel und der Papst in die Hölle.
Das passt dem Papst natürlich nicht, und er macht so lange Krach
bis man im Himmel ein Einsehen hat und der Papst im Fahrstuhl gegen Himmel
fährt und Clinton in die Hölle.

Als die beiden sich begegnen sagt der Papst:
"Kann ich gar nicht verstehen, wie das passieren konnte,
ich habe doch immer nur Gutes getan, schliesslich ist mein grösster Wunsch
immer gewesen die Jungfrau Maria kennenzulernen"

Clinton sieht auf die Uhr und sagt:
"Da kommst Du genau 5 Minuten zu spät!"

"