32. Später
Shri Krishna saß in einer Lichtung; Seinen Rücken gegen den moosigen Stamm eines Baumes gelehnt, dessen Blumen tagsüber wie orange Lampen leuchten. Eine Traube Radha-kali schmiegte sich liebkosend an Seinen Lockenkopf, der im Sternenlicht wie Massen von blauschwarzer Seide schimmerte. Seine Hände, beschäftigt mit Seiner Flöte, waren wie zwei Lotusse, durch deren zarte Blätter Licht floß. Seine Augen glühten wie zwei Sterne, um eine wandernde Seele nach Hause zu führen...»Bist Du es Sharmila?« fragte Er sanft, als ich mich zu Ihm stahl. »Du bist in Sorge. Du tatest gut daran zu Mir zu kommen.« »Woher weißt Du es, Herr?« fragte ich stehenbleibend. »Die Herzen Meiner Bhaktas gehören Mir und Mein Herz schlägt mit ihnen. Komm. Was ist es? Ist Dein Herr noch nicht nach Hause gekommen?« »Nein, mein Herr. Und ich fürchte...« »Furcht, Sharmila? Furcht in Gokul? Sitz hier mit Mir. Und bewege Dich nicht . . .«
Es war dann eine lange Stille, und ich beobachtete wie JANARDANA in einen tiefen Samadhi schlüpfte, aus dem Er sich, so schien es meinem flatternden Herz, nach einer Ewigkeit zum Aufbruch erhob. Und als Er sich bewegte, rauschten die Wälder wieder und die Nachtvögel zwitscherten und die Sterne funkelten und die Luft begann wieder zu spielen und die Kletterpflanzen wiegten sich und ein süßer Duft erfüllte Vraja - denn Sein Samadhi hatte alle Dinge in einen Traumzustand versetzt. »Es ist gut«, sagte Er zum Schluß. »Fürchte nichts, fürchte nichts, Sharmila -! Dein Nath hat ein reines Herz und ein reines Herz schätze ich mehr als weltliche Könige die auserlesensten Edelsteine ihrer Schatzkammer schätzen. Fürchte nichts! Ich werde diesen Edelstein wiederfinden und ihn in meiner Mugut tragen.« Und mit diesen Worten verschwand Er.
Und jetzt ist mein Herz beruhigt und der Schatten hat sich von meinem Geist gelöst. Mein Herr ist sicher, denn Krishna hat ihn in Seine Obhut genommen.