| Michael Roads |
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| Spezielles - Erleuchtungserlebnisse | |||
| Geschrieben von: Michael Roads | |||
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Seite 1 von 2 ![]() Alles in unserem Schlafzimmer schien in Zeitlupe abzulaufen Treenies Atmung, meine Bewegungen, ja sogar meine Gedanken. Trotz meiner emotionellen Erregung in diesem Schwebezustand war ich ruhig und akzeptierte das Geschehen, als ob mich irgendeine andere Kraft beeinflußte und kontrollierte. Ohne jegliches Verständnis dessen, was da geschah, beobachtete ich aus einer physischen Realität heraus, wie ein anderes Ich aus meinem materiellen Körper trat. In diesem. Augenblick wurde ich mir zweier, völlig unterschied1icher Aspekte des Selbst bewußt, die gleichzeitig Bestand hatten. In der einen Realität war ich der normale, physische Michael, hellwach und mit pochendem Schmerz in seinem Knöchel. Ich saß aufrecht im Bett und nahm den großen Schreibblock und den Stift zur Hand, die immer auf meinem Nachttisch liegen, ohne zu überlegen, was ich tue. Ruhig begann ich die Ereignisse niederzuschreiben, die sich in meiner anderen Realiät entfalteten. Das andere Ich besaß einen Lichtkörper, der dem gewöhnlichen physischen Körper sehr ähnlich war. Ich glühte zwar nicht, und der Lichtkörper war auch nicht von innen erleuchtet, aber ich war mir dessen bewußt, daß ich durch und durch aus Licht bestand. Ich kletterte aus dem Bett und trat mit dem Knöchel auf, als ob er niemals eine Verletzung erfahren hätte. Ohne einen Blick zurückzuwerfen, verließ ich das Schlafzimmer durch die offene Türe. Leise bewegte ich mich durch das Haus, gelangte durch die verschlossene Hintertür ins Freie und ging in eine strahlende Dämmerung hinaus. In meiner physischen Realität war es dunkel, ein starker Wind wehte, doch in dieser «Anderswelt» war es ruhig und licht. Das physische Ich saß im Bett und schrieb alles auf. Ich konnte mich nicht erinnern, die gedämpfte Nachttischlampe in der mondlosen, stockdunklen Nacht angeknipst zu haben, aber sie gab gerade so viel Licht ab, daß ich meine Schrift auf dem Papier sehen konnte. Obwohl ich zugleich mein physisches Selbst wie auch mein Lichtkörper-Selbst wahrnahm, waren praktisch meine gesamte Konzentration, Aufmerksamkeit und Bewußtheit auf mein Lichtkörper-Selbst gerichtet. Ich überlegte nicht eine Sekunde, wie seltsam das alles war, noch was ich tun konnte, um dieser sonderbaren, mystischen Begebenheit zu entfliehen. Alles, was meine physische Realität betraf, wurde durch eine übernatürliche, ruhige Akzeptanz überlagert. Ich hatte lediglich eine physische Funktion, und die bestand darin, die Erlebnisse meines Lichtkörper-Selbst niederzuschreiben. Treenie schlief ungestört weiter.
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