Google 1.6 HTML Module (2)

Weise Worte:

"

Einem gelang es,
er hob den Schleier der Göttin.

Aber was sah er?
- Wunder des Wunders -
sich selbst.

"

Novalis


Yogananda

Google2 HTML

04 Eine Woche später

Jetzt ist es acht Tage, seit ich in Gokul bin und schon ist dieses alte Leben mit seinem Pomp und seinen Zeremonien, seinen künstlichen Fröhlichkeiten und Freuden wie ein Traum. Brindaban wächst in meinem Geist. Es stiehlt sich in das Herz bis Du sein Spiegel wirst und die Seele auf seine farbreiche Musik antwortet. Zuerst dachte ich, daß das Leben öde würde und die täglichen Pflichten solch eine schlimme Plackerei würden, daß ich es niemals ertragen könnte. Aber es ist nicht so.
Das frühe Morgenbad am Ghat, die scheinenden Töpfe mit Milch und Dahi, das Brüllen der Kühe, das Klingeln ihrer Glocken, vermischt mit dem Rasseln unserer Fußringe, das Zischen und der Wohlgeruch der warmen, schaumigen Milch, wie sie in den Eimer fließt, sogar das warme Atmen der Kühe, erfüllt mit dem Wohlgeruch des saftigen Grases, das ist wahrhaftig entzückend! Das Grün der Wälder, der Geruch der Blumen und die Hymnen der Vögel, das Sich-Wiegen der Bäume, die Bäume selbst, das »Ssss Ssss« des Luftzuges, wie er durch die Baumwipfel streicht, all das wiegt meinen Geist in eine tiefe Zufriedenheit. Und in der Nacht die Sterne, die über Brindaban wachen, ihr Japa funkelnd, und der tiefe, tiefe, mysteriöse, feierliche Himmel, der für immer und ewig über ein gewaltiges Geheimnis zu brüten scheint und das fortwährende »Om! Ommmmmmm!« der beflügelten Wesen, die bei Nacht fliegen und der tiefe Frieden, der über der ganzen Welt ruht, erfüllt mich mit Ehrfurcht und einer heiligen Freude und ich sehne mich nach Anbetung und nach Weinen. Jedoch niemals danach zu sprechen.
In mir wächst eine Stille, geboren aus der Stille Brindabans. Ich weiß nicht, was es ist, sogar in der Luft Brindabans, in dem Grün, in seinen Farben, das das Herz so nach Anbetung flehen läßt. Sogar die Tulsi hier scheint sich ihrer Heiligkeit bewußt zu sein, und die Milch ist Nektar und das Dahi und Chhachh ist so köstlich, daß ich lache, wenn ich an die reichhaltige Nahrung denke, die ich zu essen gewohnt bin und an der ich mich erfreue. Und das Wasser ist so rein und klar und süß, daß, noch während der Durst gestillt wird, der Wunsch nach mehr wächst.

Wer ist online?

Aktuell sind 4 Gäste und keine Mitglieder online

Login

Phoca - Google AdSense Easy

Viele Grüsse an das Zwerchfell:

"

Taufe
Ein gläubiger Jude kommt zum Rabbi und klagt ihm sein Leid:

"Rabbi", sagt er, "grosse Schande, was soll ich machen?
Hab ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn, einen guten Sohn,
einen frommen Sohn. Hab ich gemacht für ihn ein scheenes Testament.
Und nü hat mein Sohn sich taifen (taufen!) lassen!"

"Awai", sagt der Rabbi, "das hab ich auch erlebt:
Hab' auch ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn, einen guten Sohn,
einen frommen Sohn. War auch für ihn schon gemacht ein scheenes Testament.
Und stell dir vor, er, der Sohn des Rabbi, hat sich ebenfalls taifen lassen!"
"Gewalt geschrieen, Rabbi, und was hast du gemacht in der Not?"

"Nu - hab ich mich gewandt an G'tt den Herrn Jahwe um Rat."
"Und G'tt, was hat er gesagt?"

"'Rabbi', hat er gesagt. 'Hab auch ich gehabt einen Sohn, einen scheenen Sohn,
einen guten Sohn, einen frommen Sohn.
Hab auch schon gemacht ein Testament,
aber . . . auch mein Sohn hat sich taifen lassen.' -

'Und G'tt, Du gerechter: Was hast du dann gemacht?' - 'Na, was hab ich gemacht? . . .
Neiches Testament hab ich gemacht!'"

"