Google 1.6 HTML Module (2)

Weise Worte:

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Wenn ich nicht die Gegenwart Gottes in mir fühlen würde, müsste ich angesichts von so viel Leid und Kummer, die ich jeden Tag erblicke, vollkommen den Verstand verlieren und mich im Fluss Hooghli ertränken.

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Mahatma Gandhi


Yogananda

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07 Später

Als ich heute mit meinen Sakhis in den Wäldern spazierenging, sah ich ein seltsames Schauspiel. Eine Frau mit aufgelöstem Haar, zerrissenem Sari, die Augen voller Tränen und Schlaflosigkeit, die Hände suchend und in demütiger Bitte ausgestreckt, wanderte zwischen den Bäumen hin und her, stolpernd, fallend, taumelnd, so als ob sie ihren Verstand verloren hätte.
Meine Kameradinnen hielten an und wisperten: »Mai Jashoda!« »Oh weh! Arme Mai Jashoda, den suchend, der nicht kommt!« »Wahrhaftig, es bricht mir das Herz sie zu sehen!« »Ihre Augen sind voller Tränen und sie ißt weder, noch schläft sie, noch kann sie arbeiten.« »Ist das Mai Jashoda?« flüsterte ich. Als meine Kameradinnen den Finger auf die Lippen legten und nickten, drehte sich Mai Jashoda zu uns um und von ihren Lippen kam ein Stöhnen und dann ein Weinen »Krishna! Krishna!« Wir gingen zu ihr und sie fragte, sich jeder Gopi zuwendend, traurig: »Töchter, habt Ihr meinen Krishna gesehen? Wahrhaftig, ich bin halb tot, so sehr vermisse ich Ihn - ich kann weder schlafen noch essen seit mein Krishna, das Licht meiner Augen, die Wonne meines Herzens, nicht mehr hier ist, um dem Schlaf seine Ruhe und der Nahrung den Geschmack zu geben. Sagt mir, sagt mir, habt Ihr
Krishna gesehen?«
Ihre süße Stimme zerbrach und ihr Busen wogte, als meine Kameradinnen langsam und schwer ihre Köpfe schüttelten. »Auch wir suchen Krishna«, sagte eine, »und ohne Ihn sind unsere Tage wie die Nächte.« »Eine Traurigkeit liegt über Brindaban«, sagte eine andere, »die Blumen haben aufgehört zu blühen, die Bäume haben die Frische ihres Grüns verloren, und die Kletterpflanzen ihre liebliche Schmiegsamkeit, seitdem Krishna nicht mehr da ist um sie anzusehen.«

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Viele Grüsse an das Zwerchfell:

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Modern
Ein moderner Mensch verirrte sich in einer Wüste.
Die unbarmherzige Sonnenglut hatte ihn ausgedörrt. Er fieberte.
Wenn er erschöpft ein paar Stunden schlief, träumte er von Wasser,
von Orangen und Datteln.

Dann erwachte er zu schlimmerer Qual und taumelte weiter.
Da sah er in einer Entfernung eine Oase. Aha, eine Fata Morgana, dachte er.
Eine Luftspiegelung, die mich narrt und zur Verzweiflung treiben will,
denn in Wirklichkeit ist gar nichts da.

Er näherte sich der Oase, aber sie verschwand nicht. Sie wurde im
Gegenteil immer deutlicher. Er sah die Dattelpalmen, das Gras und die Felsen,
zwischen denen eine Quelle entsprang. "Es kann natürlich auch eine
Hungerphantasie sein, die mir mein halb wahnsinniges Hirn vorgaukelt, dachte er.
Solche Phantasien hat man ja in meinem Zustand.

Natürlich - und jetzt höre ich sogar das Wasser sprudeln.
Eine Gehörhalluzination. Wie grausam die Natur ist!"
Mit diesem Gedanken brach er zusammen. Er starb mit einem lautlosen Fluch
auf die unerbittliche Bösartigkeit des Lebens.

Eine Stunde später fanden Ihn zwei Beduinen.
"Kannst du so etwas verstehen?" sagte der eine zum andern.
"Die Datteln wachsen ihm ja beinahe in den Mund -
er hätte nur die Hand auszustrecken brauchen. Und dicht neben der Quelle liegt er,
mitten in der schönsten Oase -verhungert und verdurstet. Wie ist das nur möglich?"

"Er war ein moderner Mensch", antwortete der andere Beduine.
"Er hat nicht daran geglaubt".

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